HSP Hochsensibilität + Neurodivergenz
Was HSP unterscheidet und was uns stark macht!
Laut Judy Singer ist Neurodiversität eine wertfreie Beschreibung der Vielfalt menschlicher Gehirne und ihrer Funktionsweisen, bei deren Betrachtung neben Herausforderungen, auch Talente und Stärken von neurodivergenten Menschen anerkannt werden.
Hochsensible Menschen sind Viel-Wahrnehmer in verschiedenen Ausprägungen! Sie nehmen unglaublich viele Faktoren gleichzeitig wahr. Aber neurosensitive Menschen haben kaum Filter und haben daher eine ganz andere Wahrnehmungstiefe und -Breite. Sie nehmen nicht nur äußere Dinge stärker wahr, sondern nehmen auch Inhalte von Gesprächen vielschichtiger wahr. Sie hören zwischen den Zeilen und spüren die Stimmung der anderen, leider können sich selbst dann wenig abschotten. Daher ist es aber auch sehr anstrengend in einer Gruppe zu sein oder in einem unruhigen Arbeits-Umfeld, in großen offenen Büros. Sie brauchen dann regelmäßig Rückzug, um das Erlebte nachzubearbeiten. Das geht ganz automatisch sobald Ruhe einkehrt. Es ist also eine Gabe mit der man umzugehen lernen muss. Darum ist Choas für HSP unerträglich und Homeoffice ganz wunderbar!
Neurodivergenz: Die Kombination Hochintelligent/Hochsensibel und Hochintelligent/ADHS wie auch die Kombination Hochintelligent/Autismus sind nicht selten. Doch davon wird viel zu wenig berichtet. Ich sehe Neurodivergenz als Quelle des Miteinanders, die uns hilft, einander zu verstehen anstatt auszugrenzen!
Was sind Eigenschaften, die viele Hochsensible und neurosensitive Menschen ausmachen?
Ein hochsensibler Mensch ist absolut kein „Sensibelchen“, wie er oft zu hören bekommt, sondern hat eine erweiterte und sehr tiefe Wahrnehmungsfähigkeit über das Nervensystem: Dadurch ist er empfänglicher für alle Reize, akustische wie taktile, visuelle Reize wie auch gustatorische und olfaktorische. Das Nervensystem ist zusätzlich mit überdurchschnittlich vielen Spiegelneuronen ausgestattet. So erkennt die HSP sehr schnell die wahre Stimmung in einem Gespräch. HSP hören den Unterton unabhängig vom Gesagten. Sie spüren die Stimmung. Oft nehmen sie dann alle Themen des Tages mit nach Hause, weil sie erst mal verarbeitet werden müssen
DIe Verarbeitungstiefe ist bei allen neurodiversen Gruppen anders. Ein sensibler und hochintelligenter Mensch reagiert ganz anders als ein sensibler Autist. Es gibt auch Parallelen von der Hochsensitivität zu den Attributen von ADS, denn auch hier ist der Filter nicht da, alles ist gleich wichtig und die Aufmerksamkeit schwer zu steuern. Beiden fällt es schwer, den Fokus zu halten!
HSP meiden smalltalk und leere Worte. Genauso wie Hochintelligente. Sie wünschen sich Tiefgang. Das ist für manch andere anstrengend. Unruhe und große Lautstärke zehren an den Nerven von HSP. Ihre Ohren sind sehr empfindlich. Genauso Ihre Hautrezeptoren. Sie können kratzige Pullover nicht auf der Haut haben. Alle neurodivergenten Menschen denken viel über Gerechtigkeit nach. Sie möchten win-win Situationen erzeugen.
Ihre Talente und Gaben liegen in der Führung von Gesprächen. Sie sind daruf bedacht, dass alle zu Wort kommen und Themen zu einem gemeinsamen Erfolg gebracht werden. Ein wunderbare Aufgabe finde sie in der Leitung von Teams und workshops. Sie können große Diskussionen positiv managen. Und natürlich ist da eine Gabe für taktile heilende Berufe und ganz besonders im zwischenmenschlichen, therapeutischen Bereich oder der Musik.
Ist Empathie = hochsensibel?
Viele empathische Menschen sind hochsensibel. Nicht alle. Wenn dies aber nicht bewusst ist, geht es leider oft einher mit häufiger Erschöpfung und einem geringen Selbstwert-Gefühl. Das liegt daran, dass die Betroffenen schon als Kind zu oft gehört haben, dass Sie zu empfindlich, zu emotional, zu weinerlich, zu schreckhaft, zu still, zu laut, zu zappelig, zu schnell abgelenkt, eben viel zu sensibel sind. Vor allem aber zu viel! Das ist schlimm, denn diese Personen hatten schon als Kinder immer das Gefühl, falsch zu sein! Und nicht dazu zu gehören! Das verunsichert enorm. Doch wir können lernen, mit der erhöhten Sensitivität gewinnbringend umzugehen, denn generell haben diese Gaben einen enorm positiven Enfluss auf die Gesellschaft! Doch sie gelten noch immer als unwichtig! Das wandelt sich gerade sehr.
Mehr Diversität ist jetzt gefordert, d.h. auch mehr Anerkennung der Neurodiversität. Bitte bringen Sie Ihre feinfühligen Gaben ein anstatt sich auf Defizite zu fokussieren. Dabei unterstütze ich Sie. Das Defizitdenken entsteht nur aus dem Vergleich mit anderen und dieser wird gesellschaftlich geschürt. Erst ganz langsam öffnet sich unsere Gesellschaft, die Neuro-Diversität als wohlwollendes Prinzip der Natur anzuerkennen.
Der gesunde Umgang mit Neurodiversität
Hochsensibilität ist keine Krankheit sondern eine Charaktereigenschaft! Darum gibt es keinen ICD-Code. Es ist mir ein sehr großes Anliegen, die Neurodivergenz zu publizieren und die Akzeptanz zu fördern für alle Menschen, die abseits vorgefertigter Normen ein hohes Mass an Begabungen aufweisen, oder sehr senistitiv sind in Ihrer Wahrnehmungs-Tiefe. Oftmals werden sie in „Schubladen“ eingeräumt, als autistisch, hochsensibel oder ADS-lastig, anstatt anzuerkennen, dass empfindsamere Menschen andere Ausdruckformen wählen, meist keinen smalltalk mögen, dafür aber extrem Detailverliebt sind und meist gefühlvoll. Hochintelligente Personen haben die gleichen Merkmale und sind sehr oft zugleich hochsensibel.
Wer viel tiefer wahrnimmt als andere, braucht eine reizreduzierte Umgebung etc. und mehr Zeit zum Nachbarbeiten der vielen Eindrücke.Es ist nicht egal, wo sie arbeiten. Umgebung meint hier Raum, Zeit, Licht, Geruch, Lautstärke u.v.m.
Daraus ergibt sich auch ein ganz besonders Thema der inclusiven Arbeitslatzgestaltung für neurodiverse Teams, auf das ich Ihnen gerne antworte!
Die Anerkennung der Neurodiversität mit all ihren Facetten und Begabungen wird uns als Menschenfamilie enorm bereichern!
Darum liegt mir so sehr daran, Unternehmer:innen zu beraten, die in der intuiven Führungs-Persönlichkeit eine große Chance sehen und bereit sind, viel mehr Intuition zuzulassen bei Unternehmens-entscheidungen!
Ich begleite Unternehmer:Innen, die mehr zu dem Thema Hochsensibilität + Neurosensitivität im Team erfahren möchten. Es sind so viel mehr Chancen als Nachteile, denn dahinter steckt ein großes Potenzial, wenn die richtigen Mitarbeiter auf bestimmten Positionen sind.
Sind empathische Kolleg:Innen eher teamfördernd?
Oh ja, denn sie spüren, wo ihre KollegeInnen stehen, wie belastbar sie gerade sind. Sie fühlen, wo sie unterstützen können. Wenn sie selber ganz in „ihrem Element“ sind, dann sind sie oft völlig im Flow, arbeiten sehr gewissenhaft und lange. Ich setze mich dafür ein, dass Unternehmer jetzt verstehen und anerkennen, wie wichtig der höhere Anteil an empathischen Teammitgliedern ist für ein förderliches soziales Miteinander! Dazu gehört aber auch das Anerkennen, dass schöpferische Pausen essentiell sind. Für alle. Aber gerade neurosensitive Kolleg:innen sind dann extrem kreativ. Wir alle brauchen biorythmisches Arbeiten und Abwechslung, sonst ist FLOW nicht möglich!
Kann ein hochsensibler Chef ein Team führen?
Wunderbar! Denn Sie führen über die Beziehungsebene: Trust&Inspire! Und genau dieses Vertrauen brauchen sie auch. Ein sensibler Chef, inspiriert statt anzuordnen- ein senibler Mitarbeiter verliert jegliche Inspiration unter einem autoritären Chef!
Mein Traum: Wenn auch in Leitungskreisen sensitive Mitglieder sitzen, erst dann kann Intuition zum Erfolgsfaktor werden. Dann wird klar, wie viel Kreativität und Flexibilität entsteht, wenn die Intuion auch in Unternehmensentscheidungen einfließen darf!
Ein empathische leader:in braucht dann die perfekte Ergänzung an der Seite und braucht schöpferische Pausen. Ein Spaziergang an frischer Luft oder ein Power-Nap ersetzen 3 Tassen Kaffee.
Im Mentoring begleite ich gerne Führungskräfte in Ihre intuitive Stärke! s. Seite 1 und Mentoring.
Was sollte ich wissen?
Es gibt unendlich viel Literatur inzwichen zu dem Thema: Viele Titel, viele Versprechen, aber eben auch wissenschaftliche Arbeiten: Hervorheben möchte ich die Veröffentlichungen v. a. von Dr.Patrice Wyrsch (Neurosensitivitäts-Test),Judy Singer, sehr gut für Erwachsene ist das Buch von Dr. Marianne Skarics „Sensibel Kompetent“ mit dem aufschlussreichen Meyers-Briggs Test. Und wenn Sie einen der ursprünglichen Kurztests zu dem Thema machen möchen schauen Sie gerne auf die Homepage von Dr. Elaine Aron (hsperson.com/test/highly-sensitive-test) Sie forscht seit Anfang der 90ger Jahre auf diesem Gebiet. Für die sogenannten Scanner-Typen ist die Bestsellerautorin Anne Heinze perfekt (HOCH X-Mentalität) Wichtig ist, dass jede:r einen anderen Zugang hat zu den Autoren. Daher lassen Sie Ihre Intuition sprechen, welche Literatur Ihnen hilfreich erscheint.
Wichtig ist, dass endlich eine Aufmerksamkeit für das Thema im Team geschaffen wird. Interessant? Dann sprechen Sie mich bitte an!
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So einfach ist Selbstwertschätzung!
Hochsensibel Kompetent
zu dem Thema sensibel+erfolgreich ist von Dr. Marianne Skarics erschienen: ISBN: 978-3-9504121-0-9
“Sensibel Kompetent: zart besaitet und erfolgreich im Beruf”. Wie sensible Menschen ihre Kompetenz finden und einzusetzen lernen. Inclusive dem Briggs-Meyers-Test, sehr empfehlenswert!
Das Wunder der Wertschätzung
Bestsellerautor Prof.Reinhard Haller belegt, dass echte Wertschätzung unser Angstzentrum hemmt indem es unser Belohnungszentrum aktiviert. Er erklärt wie wir in kürzester Zeit Kreativität, Motivation und Beziehungsfähigkeit verbessern!
Verlag GU ISBN 97-3-8338-6744-6
Anne Heintze
bietet als Pionierin und Autorin zum Thema Hochsensibilität viel Wissenswertes und ein Forum zum Austausch:
Open-Mind-Akademie.
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Die Medizin und die gesamte Psychiatrie und Psychotherapie muss umdenken! Epigenetik ist der Schlüssel dazu, was unsere Zellen leisten und warum! Begleitende und klärende Methoden wie Wingwave® und NSC® werden noch wichtiger sein!